Interessenkonflikte

Einleitung

Bei sog. Fremdführungsgeschäftsverhältnissen sind insofern ein Problem, als der Vertretene – hier die Aktionäre – auf die unbedingte Loyalität des Geschäftsführenden – hier die Verwaltungsratsmitglieder – angewiesen ist. Die Komplexität der (Fremd-)Geschäftsführung, die beschränkte Justiziabilität alltäglicher Rechtsgeschäfte und die meist bessere retroperspektive Beurteilungsfähigkeit verlangen nach einem genügend grossen Spielraum für eine effiziente Mandatsführung. Bei diesem Entfaltungsanspruch lassen sich – trotz Sorgfalts- und Treupflichten – Interessenkonftlikte nicht vermeiden (vgl. OR 717). Ziel ist stets der sachgemässe Umgang mit Interessenkonflikt-Situationen:

  • Erfassung möglicher Interessenkonflikte
  • Verhinderung nachteiliger Interessenkonfliktfolgen für die Gesellschaft
  • Zivil- und strafrechtliche Folgen beim Handeln eines VR-Mitglieds im Interessenkonflikt, ohne entsprechende Massnahmen zu ergreifen

Dabei ergeben sich folgende Aspekte:

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