Interessenkonflikt-Prävention

Nach der Sicherstellung der Interessenkonflikt-Identifikation sind v.a. präventive Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Interessenkonflikte und ihre allenfalls risikobehafteten Auswirkungen vermieden werden:

  • Pflicht zur Vermeidung von Interessenkonflikten
    • Vermeidung abstrakte Gefährdung resp. abstrakter Interessenkonflikte
  • Organisationspflicht
    • Funktionstrennung
      • Kreation von Vertraulichkeitsbereichen durch Informationsbarrieren
      • Schranken der Wissenszurechnung im Unternehmen
    • Bildung von Ausschüssen
    • Notwendigkeit der Umsetzung der Organisationspflicht
  • Verhaltenspflichten
    • Unvereinbarkeits- und Ausstandsvorschriften
    • Notwendigkeit eines Selbstablehnungsrecht des Interessenwahrers
  • Handlungs- und Vertretungsverbote
    • Subjektive Verbote
      • zB Vertretungsverbot bei widerstreitenden Interessen
    • Spezifisch geschäftsbezogene Verbote
      • zB Handlungsspielraum-Beschränkung
      • zB Handlungsverbot mit Interessenwahrer-Auswechslung
    • Geschäftsbezogene Verbote
    • Zeitlich beschränkte Verbote
      • zB Front-Running-Verbot / Parallel-Running-Verbot / After Running-Verbot
  • Handlungspflichten
    • zB Herausgabe- bzw. Ablieferungspflichten

Weiterführende Informationen

FISCHER DAMIAN A., Interessenkonflikte im Schweizer Privat- und Wirtschaftsrecht – Ein Beitrag zur dogmatischen Erfassung eine omnipräsenten Governance-Problems, Zürich 2019, S. 219 ff.

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